Einen rein elektrischen Heizkörper selbst befüllen

Wie Sie ganz einfach einen Heizkörper für den rein elektrischen Betrieb aufrüsten bzw. befüllen können 

Bad Heizkörper P2 mit Heizstab Typ 1

Wir empfehlen, den gewünschten Heizkörper von XIMAX fertig befüllt mit Heizstab, Sicherheitsventil und Thermoflüssigkeit versehen sowie geprüft schicken zu lassen.

Selbst ist die Frau oder der Mann!

Jeder für den elektrischen Betrieb geeigneter Heizkörper kann selbst befüllt und mit einem Heizstab versehen werden.

Beim Einkauf sollte folgendes beachtet werden:

1.  HEIZKÖRPER wählen und bestellen

Unter den technischen Details des jeweiligen Heizkörpers prüfen ob er für elektrischen Betrieb geeignet ist.

2.  HEIZSTAB wählen und bestellen

  • 300 Watt für Badheizkörper bis max. 0,8 m Höhe
  • 600 Watt für Badheizkörper bis max. 1,3 m Höhe
  • 900 Watt für Badheizkörper ab 1,3 m Höhe

Alle XIMAX Heizstäbe haben ein im Heizstab eingebautes Thermoelement, das dafür sorgt, dass der Heizstab bei einer bestimmten maximalen Flüssigkeitstemperatur automatisch abschaltet. Kühlt die Flüssigkeit wieder ab, so schaltet dieses Thermoelement den Heizstab wieder zu. Dies bedeutet, dass der Heizstab die Flüssigkeit niemals zum Kochen bringt, auch wenn er immer eingeschaltet bleibt.

ACHTUNG: Wenn die im Heizstab eingebaute Sicherung einmal durchgebrannt ist, ist der Heizstab defekt und nicht mehr reparierbar. Aus diesem Grunde darf ein Heizstab niemals eingeschaltet werden, wenn er nicht total mit Flüssigkeit umgeben ist.

3.  STOPFENSET bestellen

Besteht aus Überdruck-Sicherheitsventil
und Verschlussstopfen. Bei der Erhitzung durch einen elektrischen Badheizkörper entsteht ein Überdruck, welcher durch ein automatisches Überdruck-Sicherheitsventil abgefangen werden muss, da es ansonsten zur Zerstörung des Badheizkörpers kommen kann. Diese Aufgabe übernimmt das Überdruck-Sicherheitsset.

4.  Optional: STEUERUNG wählen und bestellen

Um den Energieverbrauch bzw. die Ein- und Ausschaltzyklen Ihres Heizkörpers selbstständig steuern zu können.

5. THERMOFLÜSSIGKEIT bestellenThermoflüssigkeit für Heizkörper

  • 1 Liter für 300 Watt-Heizstab
  • 2 Liter für 600 Watt-Heizstab
  • 3 Liter für 900 Watt-Heizstab

Der Heizkörper muss mit einer Mischung aus Thermoflüssigkeit und Wasser befüllt werden. Damit wird erreicht, dass der Badheizkörper bis ca. minus 15 °C frostsicher ist ( z.B. Einbau in einem frostgefährdeten Wochenendhaus ). Darüber hinaus enthält die Thermoflüssigkeit ein Antikorrosionsmittel.

 

Den Heizkörper selbst befüllen – so wird es gemacht

  • Den Heizkörper an der Oberseite mit dem Überdruck-Sicherheitsventil verschließen.
  • Die Unterseite, die ohne Heizstab bleibt, mit dem Verschlussstopfen versehen.
  • Die Thermoflüssigkeit durch die Öffnung, in die später der Heizstab eingeschoben wird, in den Heizkörper einfüllen. Wasser dazu geben, bis er nahezu voll ist. Damit die Luft besser aus dem Heizkörper nach oben entweichen kann, den Heizkörper während dem Einfüllen schief halten und immer wieder sanft rütteln oder hin und her bewegen.
  • Heizstab einschrauben.
  • Den Heizkörper am gewünschten Ort befestigen.
  • Wenn der Badheizkörper mit Flüssigkeit befüllt ist und der Heizstab eingeschaltet wird, dehnt sich die Flüssigkeit aus und würde den Heizkörper zerstören, wenn kein Überdruckventil montiert wäre, was dann – beim ersten Aufheizen – überflüssige Flüssigkeit austreten lässt.
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Seit März 2014 bin ich bei agadon - wärme und mehr und sehe das Bloggen als eine sprachliche sowie kreative Herausforderung. Außerdem möchte ich den LeserInnen des Blogs nützliche Informationen rund um das Thema Wärme und Wohlbefinden vermitteln.
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2 Kommentare zu Einen rein elektrischen Heizkörper selbst befüllen

  1. Joachim sagt:

    Hallo,
    vielen Dank für die Erklärung!
    Kann es sein, dass so eine Heizung „klopft“, bis sie die Zieltemperatur erreicht hat?
    An was kann das liegen? Zu wenig oder zuviel Flüssigkeit, zu locker oder zu fest an die Wand geschraubt? Lockerer Heizstab?
    Vielen Dank für jeden Tipp!
    VG
    Joachim

    • Teresa sagt:

      Guten Morgen,

      Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Normalerweise kommen Probleme solcher Art meist beim Zentralheizungsbetrieb, also nicht rein elektrischen Betrieb vor. So könnte zum Beispiel Vorlauf und Rücklauf vertauscht worden sein. Ob das der Fall ist, lässt sich auf folgende Weise testen: Alle Thermostatventile schließen und die Heizkörper abkühlen lassen. Nach etwa einer Stunde das Thermostatventil wieder aufdrehen und schauen, was zuerst warm wird – Rücklaufrohr oder Vorlaufrohr. Das Vorlaufrohr führt oben zum Thermostatventil, das Rücklaufrohr führt das im Heizkörper abgekühlte Wasser wieder zurück zur Heizungsanlage. Wird also dieses Rücklaufrohr zuerst warm, wurden Vor- und Rücklauf vertauscht. Ein Malheur, das gar nicht mal so selten auftritt. Abhilfe kann zum Beispiel ein umgekehrt schließendes Thermostatventil schaffen.

      Ist Vor- und Rücklauf in Ordnung, kann das Klopfen der Heizung auch an einem fehlenden oder falsch eingestellten Überströmventil (direkt über der Heizungsumwälzpumpe) liegen. Baut die Pumpe zuviel Druck auf, kann ein sich schließendes oder öffnendes Ventil anfangen zu schlagen ( Vibration am Tellerventil).

      Das Knacken eines Heizkörpers kann auch durch Dehnungsgeräusche bei Temperaturänderungen im Heizungssystem hervorgerufen werden und sollte zeitlich begrenzt sein. Zum Beispiel morgens während der Aufheizphase und abends, wenn die Nachtabsenkung greift. Vermeidbar sind diese Knackgeräusche nur, wenn die Heizkörper dauernd die gleiche Temperatur haben und sich dadurch nicht ausdehnen oder zusammenziehen. Allerdings ist es nicht sehr energiesparend, die Nacht durchzuheizen.

      Auch wenn die Heizungsrohre in den Wand- und Deckendurchführungen unzureichend (nicht spannungsfrei) gelagert sind, kann es zu einem Knacken kommen. Durch die unzureichende Lagerung (zum Beispiel Heizrohre, die an Schutzrohren und Schellen reiben) kommt es zum Aufbau von Spannungen im Leitungssystem, die sich sehr geräuschvoll entladen können. Ein Auffinden der betreffenden Stelle ist meist sehr schwer. Sollte es gelingen, hilft zum Beispiel das Lösen von Schellen oder gar das Freistemmen von Rohren und Lagerung der Rohre auf z.B. Teflonplatten.

      Klopfgeräusche der unheimlichen Art, die nur einer Familie in einem Mehrfamilienhaus Ärger oder gar Angst bereiten, können darauf zurückzuführen sein, dass in der Wand die Heißwasserleitung etwa an einer Eckverbindung zu nah an der Kaltwasserleitung liegt. Wenn das Wasser fließt, dehnt sich das Metall aus. Das Eckstück vibriert und schlägt gegen das andere Rohr. Bruchteile von Millimetern reichen aus, um den Klopfgeist zu aktivieren. Um diesen Fehler zu finden und zu beheben, muss die Wand aufgestemmt werden.

      Ein sich zum Teil extrem steigerndes Rattern kann an Luft im Heizungssystem liegen. Die wird man, wie im Kapitel zuvor beschrieben, durch Entlüften der Heizkörper los. Das Rattern kann aber auch an zu hohen Drücken im Heizungssystem liegen, welches bei nur teilweise geöffneten Ventilen sehr laute Geräusche erzeugen kann. Sollten die Geräusche aufhören, wenn man das jeweilige Ventil weiter öffnet, dann kann man zum Beispiel Druck ablassen oder die Pumpe weniger Druck aufbauen lassen.

      Freundliche Grüße

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